Lichtverschmutzung rund um die Hauptstadt von Deutschland 

 

Lichtverschmutzung in Deutschland

Lichtverschmutzung- Was ist das?

Nur sehr wenige Menschen, die sich nicht mit Astronomie beschäftigt haben oder selber Hobby- Astronom sind, haben diesen Begriff je gehört. Öfters haben wir schon einige Menschen darauf angesprochen und diese haben mich irrtiert angeschaut und gefragt "gibt es diesen Begriff überhaupt?". Und ja diesen Begriff gibt es. Jedoch konnten sie sehr wenig damit anfangen, denn sie wussten nicht was Lichtverschmutzung ist. Und genau davon soll dieser Artikel handeln. Schließlich ist Lichtverschmutzung ein sehr ernstes Thema, da die Folgen nicht nur für den Astronom schlimm sind, sondern auch für jeden anderen Menschen Folgen und Risiken bereiten, auch wenn man dies nicht direkt merkt.

Unter dem Begriff Lichtverschmutzung versteht man die künstliche Aufhellung des Nachthimmels, durch die von Menschen erschaffenen Lichtquellen. Da sehr viele Lichtquellen ungünstig aufgestellt sind, leuchtet sehr viel Licht in den Nachthimmel. Durch die Atmosphäre der Erde wird dort ein Großteil geblockt und erhellt somit den Nachthimmel. Dadurch, dass vor allem in Ballungsgebieten wie das Ruhrgebiet oder Großstädte wie München oder Berlin sehr viel Lichtverschmutzung entsteht, sind dort nur die hellsten Sterne zu sehen. Menschen die in solchen Gebieten leben, werden nie die Milchstraße oder schöne Himmelsereignisse wie Meterorenschauen erleben. Ein weiterer es Problem dieser Lichtverschmutzung  liegt darin, dass das Licht nicht nur gradlinig nach oben leuchtet, sondern in alle Richtungen strahlt. Dadurch sind auch ländliche Gebiete, die um die Stadt liegen von dieser starken Lichtverschmutzung betroffen.

 

Du willst wissen, wie stark die Lichtverschmutzung ist, wo auch immer du bist?

Hier findest du eine Weltkarte, die die Lichtverschmutzung an jedem Ort zeigt:

http://darksitefinder.com/map/

 

Jedoch hat Lichtverschmutzung auch andere Folgen, wie für die Natur oder für das Verhalten des Menschen, die in solchen betroffenen Gebieten wohnen.

Viele Tiere wie zum Beispiel Zugvögel orientieren sich an dem natürlichen Licht, wie die Sonne oder an den Sternen. Durch die starke Lichtverschmutzung können sich solche Tiere nicht mehr richtig orientieren. Außerdem werden diese durch das Licht angezogen. Dies hat zur Folge, dass sie von ihrem Weg abkommen und somit auch sterben können. Auch Nachtaktive Tiere wie zum Beispiel Insekten werden von den Straßenlaternen und anderen Lichtquellen angezogen. Dadurch werden sie von ihrem natürlichen Lebensraum weggelockt, sodass sich auch verschiedene Lebensräume anderer Tiere, wie Spinne oder Fledermäusen verschiebt. Schätzungen ergeben, dass in Deutschland rund eine Milliarden Insekten vor allem in den Sommernächten durch diese Lichtquellen sterben. Auch das Pflanzenwachstum wird durch die Lichtquellen erheblich gestört. Durch diese Einflüsse wird der Blatt- und Blütentrieb zu früh ausgelöst und auch der Blattabwurf von den Bäumen verändert.

Jedoch hat Lichtverschmutzung auch negative Auswirkungen auf den Menschen selbst. Dadurch, dass die Nacht für den Menschlichen Körper zu hell ist, wird die Wach- und Schlafphase gestört. Dann entstehen Schlafstörungen und Herzschlagveränderungen, die erhebliche Risiken für die Gesundheit  des Menschen darstellen. Auch Menschen mit denen wir über dieses Thema gesprochen haben, konnten mir solche Veränderungen an sich selbst berichten. So hat mir ein Lehrer, Heimatursprung im Sauerland erzählt, dass dieser in den ersten Wochen im Ruhrgebiet schlechter schlafen konnte, da sein ganzer Rhythmus durcheinander war. 

Doch nun stellt sich jeder Leser die Frage " wie kann ich denn nun dies verhindern?". Die Frage ist eigentlich das einfach zu beantworten. Das Licht einfach auszumachen, wenn es gerade nicht gebraucht wird. Somit spart man nicht  nur Strom und Geld, sondern senkt somit auch noch die Lichtverschmutzung. Jedoch kann nicht überall das Licht ausgemacht werden. Und genau dort muss gehandelt werden. Warme Lichtquellen bis zu einer Farbtemperatur von maximalen 3000 Kelvin sind nicht nur für den Menschen und seine Umwelt besser, sondern senken auch etwas die künstliche Aufhellung des Nachthimmels. Außerdem könnten Lichtquellen so aufgestellt werden, dass diese nur das erleuchten, was beleuchtet werden soll. Zudem kann eine Lichtquelle abgeschirmt werden, sodass weniger Licht in den Nachthimmel leuchtet. Auch die richtigen Beleuchtungsmethoden, sorgen dafür, wie zum Beispiel immer von oben nach unten beleuchten und nur dort Leuchtmittel aufgestellt werden, wo welche nötig sind, dass die Lichtverschmutzung gesenkt wird. Wenn man diese Tipps beherzigt tut man einiges Gutes für den jeden. Man spart einige Stromkosten und senkt die Lichtverschmutzung. Dadurch schont man seine Geldbeutel und die Umwelt.


Ein guter Vorschritt gegen die Lichtverschmutzung zeigt der Sternenpark Westhavelland, rund 80km von Berlin entfernt. Im Februar 2014 wurde dem Park den Titel " International Dark Sky Reserve" verliehen. Dort wurden die oben genannten Maßnahmen ergriffen, sodass Erfolgreich die Lichtverschmutzung eingedämmt worden ist. 

 

Auch der Sternenpark Rhön hat bereits einige erfolgreiche Maßnahmen gegen die Lichtverschmutzung durchgeführt. 

 

 

Weiter Infos auf:

www.darksky.ch

www.Lichtverschmutzung.de

 

Auch sehr zu Empfehlen ist die App " Verlust der Nacht " vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Sehen Sie sich diese doch mal an, denn dort können auch Sie Helfen, das Ausmaß der Lichtverschmutzung zu messen. So können in Zukunft bessere Maßnahmen getroffen werden um diese zu Verhindern. 

 

Die Spaceone Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt mehr über die Lichtverschmutzung in Deutschland und der Weltweiten Lichtverschmutzung aufzuklären. Dies wollen wir durch Projekte und Vorträge erreichen. Wir wollen aber auch aktiv helfen, die Lichtverschmutzung zu verringern oder sogar zu verhindern !

 

Wenn auch du uns dabei helfen möchtest, dann schreib uns doch mal eine Email :)

Wir freuen uns über jede Hilfe, egal ob von einzel Personen oder von Vereinen ! :)

 

 

 

 

Dieser Artikel wurde von den Mitgliedern von Spaceone am 17.10.2015 geschrieben